Der Weg aus dem Leid

Wenn du das Gefühl hast, dass du unter einer Situation leidest, kannst du ziemlich sicher sein, dass du gerade etwas ablehnst, was du in deinem Leben vorfindest. Und dieser Widerstand gegen das, was ist, erzeugt den Drang, etwas tun zu wollen. Genau dieses „tun wollen“ verhindert aber genau das, was eigentlich dein Ziel ist. Weil du GEGEN etwas bist. Und durch diesen inneren Kampf leidest du.

Der Schlüssel aus dem Leid.

Irgendwann hatte ich verstanden,
dass ich das Leid selbst nicht abstellen kann,
sondern nur den Kampf dagegen.

Was das heißt?

Im Grunde genommen ist es auch heute bei mir noch so. Wenn Situationen kommen, die in mir Unbehagen auslösen, dann möchte ich sie nicht weghaben, sondern mache genau das Gegenteil. Ich lasse mich ein. Auf den Schmerz, auf das Gefühl, welches JETZT da ist. Denn alles, was ich dagegen tun würde, hält mich länger im Leid. Weil ich gegen mich selbst kämpfe.

Gib den Kampf auf.

Was glaubst du denn, würde geschehen, wenn du nicht mehr gegen die Situationen kämpfst, die du in deinem Leben vorfindest? Sondern dich darauf einlässt und stattdessen glaubst: So soll es sein!

Ja, ich weiß, das ist manchmal hart. Aber es geht genau darum. Immer und immer wieder. Wenn du verstehen willst, wieso dir manches im Leben widerfährt, lass dich darauf ein und nimm die Situation an, wie sie ist. Als Herausforderung. Oftmals liegt in dieser Situation nämlich ein Geschenk fürs Leben. Solange du dich aber dagegen wehrst, kannst du das Geschenk nicht erkennen.

Alles verstehen zu wollen macht krank

Es gibt auch Situationen, die können wir nicht verstehen. Weil es keine Erklärung gibt. Wenn ein dir geliebter Mensch plötzlich bei einem Autounfall stirbt, dann wirst du lange die Frage nach dem WARUM stellen können. Aber du wirst keine Antwort finden. Und auch in solchen Situationen kannst du nur eins machen, um inneren Frieden zu finden:

Lass dich ein!

Auf die Situation und auf die Gefühle, die sie hervorbringt. Gehe davon aus, dass es nun so sein soll. Und kämpfe nicht gegen das, was ist. Es ist ja eh so.

Erst wenn du erkannt hast, was du in deinem Leben ablehnst, kannst du deinem Widerstand begegnen. Erst dann kannst du entscheiden, deine Rüstung abzulegen und den Kampf zu beenden.

Zeit für Frieden

Wenn du die Rüstung ablegst, den Kampf aufgibst und dich auf die Gefühle einlässt, die eine Situation in deinem Leben mit sich bringt, löst sich der Widerstand auf. Und genau das zieht Erleichterung mit sich. Du wirst merken, wie langsam aber sicher Ruhe einkehrt. Dein Herz kann sich wieder öffnen und das Strahlen, nach welchem du dich seit langem sehnst, zeigt sich.

Deshalb wünsche ich uns allen immer wieder den Mut, sich selbst zu begegnen, damit das Herz mehr und mehr leuchten darf.

Alles Liebe
Eure Kerstin
www.kerstin-werner.de

2 thoughts on “Der Weg aus dem Leid

  1. Helene robens

    Das war ein wunderbarer hilfreicher Beitrag in Zeiten in denen du glaubst es schon geschafft zu haben die nächste schwerere Herausforderung anzunehmen vielen lieben dank ist grad dabei mich ein wenig von Bauchweh zu kurieren Nele

    • Liebe Helene,
      ist der Bauchweh inzwischen weg?
      Wünsche dir ein wunderbares neues Jahr.
      Hatte deinen Kommentar erst gerade entdeckt.
      War mir irgendwie untergegangen.
      Alles Liebe
      Kerstin

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