Lass die Hosen runter!

Die meisten Menschen bekommen Angst, wenn sie die Hosen runterlassen sollen. Angst, dass andere Schwächen sehen könnten oder Makel, die bislang wunderbar verdeckt werden konnten. Die Narben der Seele werden sichtbar.

Und genau DAS braucht die Welt. Menschen, die sich zeigen, wie sie sind. Die Menschen lieben dich nicht für das, was du nach außen zu sein scheinst, sondern für das, was du bist. Deine Narben haben dich zu der Person gemacht, die du heute bist. Stehe dazu!

Ich habe lange gedacht, ich könne mich öffentlich nur zeigen, wenn ich stark bin und habe somit die weiche, sanfte Seite in mir abgelehnt. Demensprechend übermannten mich meine Gefühle, denen ich dann hilflos ausgeliefert war. Bis ich erkannte: Ich bin stark UND sensibel. Welch einen Schatz ich da über Jahre abgelehnt hatte! Unfassbar. Und seitdem ich beide Seiten lebe, geht es … immer besser.

Wenn wir nichts mehr (an)haben, dann zeigt sich das, was ist. Stärken und Schwächen. Freude und Leid. Wunderbare Gefühle auf der einen Seite und andererseits die, die wir lieber verdrängen. Alles und nichts. Und in dem Moment, wo wir beide Seiten zulassen und annehmen, vereinen wir sie.

Wir werden ganz.
Wir werden zu dem,
was wir immer sein wollten:
Vollkommen.

Wenn Gott gewollt hätte, dass wir makellos sind, dann hätte er das so eingerichtet. Aber er hat den Samen des Glücks in uns gepflanzt. Und vertraute darauf, dass wir die Pflanze gießen. Das Glück hängt nicht von äußeren Umständen ab. Und in dem Moment, wo wir das verinnerlichen, öffnen sich die Tore zum Glück. Wenn wir mit jeder Faser unseres Herzens zu uns stehen, ist uns nichts mehr peinlich. Dann dürfen auch unsere Macken gesehen werden.

Also: Zeig dich und nimm an, was da ist,
auch wenn du es lange Zeit abgelehnt hast.
Es ist ja eh da.

Du bist ohne Hose wunderbar!
Finde ich zumindest.


Auszug aus meinem Buch „Wach auf – dein Leben wartet“

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Cover_einfach_klein

One thought on “Lass die Hosen runter!

  1. […] Erkenntnis hat in meinem Leben echt DEN Unterschied ausgemacht. Ich hatte irgendwann verinnerlicht, dass ich stark und schwach bin. Dass ich lustig und […]

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