Schlechte Noten – was tun?

Es ist mir ein Herzensbedürfnis etwas zu diesem Thema zu sagen. Bevor ich das tue, poste ich mein eigenes Zeugnis von damals. Es bedarf keiner weiteren Erklärungen.

Bild_Zeugnis

Falls ihr Eltern seid und Angst um eure Kinder habt, weil sie gerade ständig schlechte Noten mit heim bringen oder sogar sitzen bleiben könnten, so kann ich euch guten Gewissens sagen: Auch eure Kinder gehen ihren Weg! Denn schlechte Noten sagen rein gar nichts über Talente und Begabungen aus.

Vielleicht haben sie gerade einfach nur kein Bock auf Schule, wie sie ist – was ich durchaus verstehen kann. Vielleicht wollen sie auch nur wahrgenommen werden und fallen deshalb auf. Vielleicht haben sie Angst vor Lehrern oder werden in der Schule gehänselt. Ja, es kann viele Gründe dafür geben.

Das, was ihr tun könnt: Stellt euch hinter eure Kinder wie ein Fels in der Brandung. Egal wie verkorkst sie euch gerade vorkommen, denkt immer dran: Eure Kinder sind etwas Besonderes, egal wie die Noten ausfallen. Liebt eure Kinder nicht weil sie etwas leisten, sondern weil sie sind, wie sie sind.

Falls du ein Lehrer oder Erzieher bist, dann zolle ich dir an dieser Stelle meinen großen Respekt. So viele Kinder mit unterschiedlichen Backgrounds und Bedürfnissen unter einen Hut zu bringen, ist wahrlich eine Herausforderung. Ihr leistet großartige Arbeit. Bitte verzweifelt nicht und glaubt an euch … und die Schüler.

Und falls du ein Kind bist, welches gerade schlechte Noten hat: Du musst niemandem etwas beweisen. Du bist gut so, wie du bist. Ich glaube an dich. Dass du deinen Weg gehst, auch wenn dein Zeugnis anderes aussagen könnte. Du trägst einen Schatz in dir, der stärker ist als jedes Mangelhaft. Du bist ein Sonnenkind! Glaube daran, egal was dir andere erzählen.

Motivation und Begeisterung sind zwei ausschlaggebende Kriterien, die eine maßgebende Rolle im Leben spielen. Wenn die Menschen aus ihrer inneren Kraft schöpfen, entfalten sich ungeahnte Potentiale. Vertraut darauf – denn es ist so. Bei jedem von uns!

Achso: Mein „ausreichend“ in Deutsch wäre durchaus auch anders zu deuten: Ausreichend, um Bücher zu schreiben. 😉

Herzoffene Grüße
Eure Kerstin

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6 thoughts on “Schlechte Noten – was tun?

  1. Bulimielernen und dessen Noten, sagt nichts darüber aus, was ein Schüler gelernt/verstanden hat. Lehrer achten darauf einen gewissen Notendurchschnitt nicht zu unterschreiten. Das bedeutet, die Schüler können abschreiben, oder es wird bei 40% noch eine 4- vergeben.
    Eine These von mir: Die Lehrer sollten die wirklichen Noten geben, damit könnte der Entscheidungsträger erkennen, dass das Bildungssystem so nicht mehr funktioniert.

    Noten sowie erst ab dem 13. Lebensjahr.

  2. Helga Brandt

    Liebe Kerstin,

    ich finde es KLasse, dass du dieses Thema aufgreifst, dein Zeugnis hier reinstellst und auf viele Themen hinweist.
    Ich arbeite ja in der Notfallseelsorge und gerade letzte Woche hatte ich einen Einsatz, weil sich ein 15 jähriger Junge vor den Zug gelegt hat.
    Wahrscheinlich auch wegen schlechter Noten.
    Mein Zeugnis sah auch nicht viel besser aus als deins, und wie man sieht ist trotzdem noch etwas aus uns geworden.
    Ich wünsche allen Eltern, dass sie ihre Kinder auffangen können und für sie da sind, egal was passiert, und egal, wie schlecht das Zeugnis auch ausfallen mag.
    Namasté
    Helga

  3. Dietmar

    Ich hab zwar jetzt mein Abschlusszeugnis der Pflichtschule nicht zur Hand, aber es war damals fast Rekord: 5 „Nicht genügend“ von insgesamt 9 Noten.
    Ich hatte damals einfach „keinen Bock“!
    15 Jahre später hat mich allerdings dann doch die Motivation erwischt: Matura (in D: Abitur) in der berufsbegleitenden Abendschule mit einem Notenschnitt von 1.0 und anschließend Studium, ebenfalls berufsbegleitend, und dabei jedes Semester das sogenannte Leistungsstipendium als einer der drei Besten kassiert. Studium mit Auszeichnung abgeschlossen.
    Also an alle (verzweifelten) Eltern: Es ist nix verhaut, wenn sogar das Abschlusszeugnis mies ist!!!

    • Ja, Motivation und Begeisterung sind die entscheidenden Schlüssel.
      Ganz meiner Meinung.
      LG Kerstin

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