Wie kann ich selbstbewusster werden?

Viele Menschen beschäftigen sich mit dieser Frage.

Aber die meisten wollen in Wirklichkeit nur nach außen strahlen und etwas darstellen, was sie gar nicht sind. Und genau dort liegt der Hase im Pfeffer begraben. Indem sie NUR stark sein wollen, verdrängen sie die Seite, die angenommen werden möchte.

Jeder von uns hat Stärken UND Schwächen. Solange du aber damit beschäftigt bist, deine Schwächen weghaben zu wollen, hast du keine Energie mehr, um dich deinen Stärken zu widmen.

Was ist also die Lösung?

Das Wort sagt es schon. Werde dir deiner SELBST BEWUSST. Sowohl deiner Stärken als auch deiner Schwächen. Weißt du von dir, was du gut kannst und was dir gar nicht liegt? Ansonsten finde es heraus. Und dann heiße beides willkommen. Du brauchst an deinen Schwächen auch nicht rumdoktern. Lass sie einfach in Ruhe. Sie sind okay. Sie sind bei jedem vorhanden und sie sind nichts Schlimmes. Das meinen wir nur gerne.

Statt dich mit deinen Schwächen zu beschäftigen, suche dir lieber Menschen, mit denen du kooperieren kannst. Die dort stark sind, wo du schwach bist. Somit stärkst du nicht nur deine Stärken, sondern auch die der anderen.

Du brauchst dich auch nicht ständig zu entschuldigen. Wenn mal etwas misslingt, ist es eben so. Wir neigen dazu, alles was in unseren Augen nicht perfekt ist, zu erklären. Das ist nicht nötig. Du darfst zu dir stehen. Du bist wertvoll. Du bist fähig. Und du tust das, was du tun kannst. Das reicht.

Stell dich nicht also nicht als Versager hin.
Denn du bist ein Diamant.

Dann gibt es auch Menschen, die gar nicht wissen, dass sie wertvoll sind. Sie kennen ihre Stärken nicht. Also haben sie gar keine andere Wahl. Sie sind quasi gezwungen, sich mit ihren Schwächen auseinanderzusetzen und fühlen sich die meiste Zeit nutzlos.

Wenn du zu dieser Gruppe gehörst, habe ich einen Vorschlag. Da du selbst blind bist (behaupte ich jetzt mal ganz frech), frage doch Menschen in deinem direkten Umfeld, mit denen du oft zusammen bist, was sie an dir besonders schätzen. Was sie als deine Stärken sehen. Du darfst ruhig sagen, wieso du das wissen willst. Aber dann werde still. Lass dir diese wohlwollenden Worte schenken und diskutiere nicht. Nimm sie wie ein Geschenk entgegen.

Am besten du schreibst auf, was diese Menschen über dich sagen. Oder lässt es dir von ihnen aufschreiben. Danach gehst du an einen stillen Ort und liest dir alles selbst vor. Wenn du fertig bist, bedankst du dich.

Ein Powersatz wäre: Danke, dass ich so bin.

Wenn du das allerdings noch nicht fühlen kannst, geht auch folgender Satz, mit dem du dir selbst erst die Erlaubnis gibst: Danke, dass ich so sein darf.

Aus der eigenen Erfahrung heraus kann ich dir so viel sagen: Wenn du beiden Seiten bewusst wahrnimmst und akzeptierst, wirst du automatisch etwas anderes ausstrahlen. Und zwar AUTHENTITÄT. Weil du aufgehört hast gegen dich selbst zu kämpfen und zu dem stehst, wie es ist. Somit hast du alle Energie frei, dich ausgiebig in deinen Stärken zu entfalten.

Und falls du es noch nicht wusstest: Dein innerer Frieden ist der größte Beitrag, den du zum Weltfrieden leisten kannst.

Herzensgrüße
Eure Kerstin

Mehr zu mir und meinen Büchern auf meiner Webseite:
www.kerstin-werner.de

 

4 thoughts on “Wie kann ich selbstbewusster werden?

  1. Liebe Kerstin,

    ich fühle mich gerade wundervoll bestätigt. Gerade eben habe ich in vollkommen anderer Weise über genau dieses Thema geschrieben und es als Beitrag zum Weltfrieden bestätigt 😀 Es ist so wichtig, dass wir uns selbst ganz in der Tiefe kennen und lieben lernen und ich glaube, dass das Kennenlernen mit dem Liebenlernen Hand in Hand geht❤️

    Herzlichst
    Beatrice

  2. „Danke, dass ich so sein darf“ -ein wunderbarer S(ch)atz! Vielen Dank für diesen Beitrag, der es wunderbar auf den Punkt formuliert. Bei uns selbst sehen wir häufig die Schwächen, das was noch optimiert werden kann. Und wir finden es normal, denn das kennen wir spätestens seit der Schule. Hingegen sind Schwächen bei Anderen nicht bewusst. Schwächen sind überall. Nur nicht immer zu sehen.

    Eine kl Anekdote:
    Ich hatte mal von meiner Anleiterin im Praktikum ihren Lebensweg geschildert bekommen. Ich war tief beeindruckt, sie schien einen makellosen Weg gegangen zu sein und sie schien zu wissen was sie wollte. Nachdem ich ihr das gesagt hatte, beschrieb sie mir den Weg nochmals mit allen Hindernissen, Ecken und Kanten…..
    Ich bin froh, dass ich damals mein Gefühl ausdrücken konnte, denn es hat mir eine schöne Erfahrung ermöglicht.

    Das darf uns immer bewusst bleiben.
    Herzliche Grüße Christine

    • Ja – wir können unsere Wege so und so erzählen.
      Wir können uns mit Stärken zeigen oder auch mit Schwächen.
      Ich glaube, letzten Endes ist es egal, was wir tun.
      Hauptsache, es ist uns bewusst und wir erzeugen nicht den Eindruck, dass es nur rosa Wölkchen gibt. 😉
      Danke für deinen Kommentar
      Kerstin

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