Das Fernsehen war da!

Ja, das hat man nicht alle Tage. Das Fernsehen im Haus. Nur wieso eigentlich? Na, recht einfach: Weil ich was zum Erzählen hatte. Glaubte der SWR zumindest. Ich denke ja, dass das alles nicht so spektakulär ist, was ich denke, fühle und mache, aber ich find es natürlich schön, wenn ich mit meinen Botschaften viele Herzen erreichen kann.

Der Kontakt kam recht einfach zustande. Ich wurde von Sven Nieder, Eifelbildverlag, empfohlen, in dem kürzlich mein erstes Kinderbuch erschienen ist. Er hatte selbst in der Landesschau bereits einen Beitrag und schenkte der SWR-Autorin Catherine von Westernhagen meine zwei meist gekauftesten Bücher: Den Bestseller „Wach auf – Dein Leben wartet“ und „Dein Herz darf leuchten“. Beides hatte ich im Selbstverlag herausgebracht. Daraufhin rief sie mich an. Wir hatten recht schnell viele Parallelen und tolle Gespräche. Danke dafür.

Am Drehtag fuhr gegen 8.45 Uhr das SkyCam Filmteam vor, kurze Zeit später auch Catherine von Westernhagen. Und was macht Kerstin direkt zu Beginn? Genau – ich biete den drei Männern das DU an, obwohl zwei von ihnen älter waren als ich. Aber ich hatte auch eine Begründung parat: „Wenn ich euch sieze, spreche ich so geschwollenes Hochdeutsch und da wir ja hier in der Eifel sind, will ich gerne DAT und WAT im Film sagen.“ Mit diesem Satz war das Eis gebrochen. Außerdem bin ich eh ein Du-Mensch.

Wer die Reihe „Persönlich“ kennt, der weiß, dass diese immer gleich aufgebaut sind.

Mit den Katzen fingen wir an. Ich sollte einfach nur mit ihnen spielen und nichts sagen. Ich hatte Lucky und Leo extra morgens drin gelassen – eine echte Herausforderung.

KW1_8628_kleinDann kam ein kurzes Interview, wo es um Stärken und Schwächen ging. Fand ich gar nicht so leicht, weil ich meine Schwächen gar nicht mehr so als Schwächen sehe.

Danach sind wir in die Kindertagesstätte Niederprüm gefahren. Dort habe ich den Kindern mein Kinderbuch vorgelesen und anschließend noch mit meinen Neffen auf dem Boden gespielt. Manchmal wusste ich gar nicht, wo das im Film eingebaut werden sollte, was ich so machte, aber egal. Ich vertraute.

KindergartenAls wir dann hinter das Gebäude gingen, erblickten sie eine Hängematte. Da es morgens geregnet hatte, war diese nass. Aber was ist denn schon so ein bisschen Nässe? Ich also eine Decke aus dem Auto geholt.

Einer der Kameramänner sagte: „Lass dich einfach reinfallen!“ Haha – das tat ich dann auch und landete fast wieder auf der anderen Seite auf dem Boden. Aber es waren ja 3 starke Männer da, die wieder alles richten konnten. Okay – das mit dem Richten – ich weiß nicht so recht. Während mein Rücken, Po und Beine vom Karomuster der Hängematte immer nasser wurden, sollte ich einfach schaukeln, in meinem Notizbuch schreiben, während ich ein Bein auf dem Boden stehen ließ. Denn anders wäre ich rausgefallen. Öööhm ja – also ich fühlte mich nicht so, als wenn jetzt daran irgendwas schön aussieht. Aber auch da: Ich vertraute. Von diesem Ereignis hätte ich zu gerne ein Making off gehabt – wir haben echt viel gelacht. Und ich glaube, die Kinder, die vom Kindergartengebäude aus zugeguckt haben, auch.

Danach fuhren wir in ne Bäckerei und aßen zu Mittag. Als wir ein wenig erzählten, sagte einer der Kameraleute, dass sich schon in den ersten Sekunden entscheidet, wie der Tag wird. Und bei mir wäre das schnell klar gewesen. Ein anderer sagte: „Für mich war es schon klar, als ihr mir auf der Fahrt erzählt habt, dass sie Katzen hat. Da stand für mich schon fest: Das muss ne nette Frau sein!“

Die nächste Station war Rommersheim. Dort bin ich geboren und aufgewachsen. Mein persönlicher Kraftort. Eine kleine Grotte gegenüber von der Kirche. Dort habe ich schon viel gebetet, geweint und gedankt. Gesagt habe ich dort irgendwie gar nichts. Das sollte anschließend vom Interview drüber gelegt werden. Ich bin für den Dreh also nur gegangen, hab gesessen und gestanden, bin wieder gegangen, usw. Sie haben die ganze Zeit gefilmt, ich hab nur geschwiegen. Schon interessant, wie so ein Film entsteht.

Dort sind diese Fotos entstanden:

IMG-20150618-WA0012 IMG-20150618-WA0013 IMG-20150618-WA0010Als wir dort fertig waren, fuhren wir in Schwirzheim einen Weg hoch, um den „Wendepunkt“ im Film darzustellen. Dafür brauchten wir Aussicht mit Weite. Die hatten wir von dort aus. Man konnte ganz Schwirzheim, meinen derzeitigen Wohnort, wunderbar überblicken.

K1024_DSC_6421 K1024_DSC_6422 Dann blühte an diesem Tag der Mohn ganz wundervoll,
welchen wir natürlich nutzten für die Aufnahmen.

KW1_8824Das Kamera-Team stand mitten im Feld:

KW1_8676 KW1_8679Testgänge an diesem Tag waren üblich.
Oft mehr als einer… 😀

KW1_8681

Was natürlich auch noch in den Film rein sollte:
Dass ich als mobile Fotografin in der Eifel tätig bin.
Das haben wir auch dort oben auf dem Berg festgehalten.

IMG-20150618-WA0009 KW1_8693Eigentlich wird das ausführliche Interview immer am Anfang gemacht, da wir aber morgens den Termin im Kindergarten hatten, haben wir es hinten dran gehangen. Und da sich das Wetter bis dahin stabilisiert hatte, bauten wir das Set direkt vor meiner Haustür auf:

IMG-20150618-WA0008 IMG-20150618-WA0007Die schwierigste Frage des Tages war für mich: „Was ist dein größter Traum, Kerstin?“

Irgendwie habe ich diese großen materialistischen Träume, wie ich sie früher hatte, nicht mehr. Mir sind ganz andere Sachen wichtig geworden: Dass die Menschen, die mich umgeben, meinem Herzen gut tun. Dass ich gerne tue, was ich tue. Dass ich andere begeistere und inspiriere. Dass ich mein Leben liebe.

Aber sie haben mir im Interview dann nachher doch noch einen Mann, ein Haus und ein Schwimmbad im Keller entlockt. Ich meinte nämlich: „Ach, ich will doch das Fernsehen nicht nutzen, um einen Mann zu finden.“

Also ich bin schon echt gespannt, wie es dann wird, wenn es ausgestrahlt wird. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich alles gesagt habe. Aber es wird schon passen. Wir haben also einen ganzen Tag gedreht, um fünf Minuten senden zu können. Ich wusste nicht, wieviel Arbeit dahinter steckt, wenn ich ehrlich bin.

Jedenfalls war es eine schöne Erfahrung und ein toller Tag mit wunderbaren Menschen. Vielen Dank an euch, liebe Catherine, Eugen, Klaus und Kurt.

Falls du den Termin im Fernsehen verpasst hast, kannst du ihn dir gerne in der Mediathek anschauen.

Unbenannt

Eure
Kerstin
www.Autorin-mit-Herz.de

4 thoughts on “Das Fernsehen war da!

  1. Doris Elsheimer

    Liebe Kerstin,
    immer wieder erfrischend, was von Dir zu lesen. Freue mich darauf, Dich im Fernsehen zu sehen. Auch verfolge ich von Anfang an wie Lucky und Leo sich entwickeln und wie Du ihre Liebe genießt – eine große Freude für eine Katzenmama wie mich. Alle Katzen sind zwar liebenswert – aber Du hast schon zwei tolle Exemplare und auch die Beiden haben es ganz toll getroffen. Du bist schon was ganz besonderes – mit einer ganz besonderen Mission.
    Ganz liebe Grüße
    Doris

    • Oh liebe Doris,
      ganz herzlichen Dank für dein wunderschönes Feedback.
      Du hast echt schöne Worte gefunden.
      Alles Liebe für dich
      Kerstin

  2. Marie-Luise Probst

    Hallo liebe Kerstin,
    bin zufällig hier auf deiner Seite: „Das Fernsehen ist da“, gelandet.
    Finde deinen Beitrag und die Fotos sehr symphatisch und gelungen!
    Herzlichen Glückwunsch für diesen Erfolg!
    Hab mich bei dir eingeloggt, weil ich mich für den nächsten Lachtreff anmelden möchte.
    Ich freue mich sehr darauf meine Glückshormone durch Lachen zu aktivieren.
    Fröhliche uns sonnige Grüße sendet
    Marie-Luise
    (Wir kennen uns vom Tanzen bei Martina)

  3. Winkler Magdalene

    Hallo Kerstin,
    nach unserer Begegnung am gestrigen Abend Sende ich Dir wie besprochen einige Zeilen.
    Würde mich freuen wenn Du mir den kleinen Film zu Senden könntest.
    Unser Gespräch über Ängste (Kamera Nachbar)
    Vorab Dir ein Dankeschön für die Bemühung.

    Frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2016
    Magdalene Winkler

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