„Wo kommt der Erfolg deiner Büchern her?“

Diese Frage wurde mir neulich gestellt und sie arbeitete in mir. Darüber hatte ich mir so konkret nämlich noch nie zuvor Gedanken gemacht. Aber dann fielen mir mehrere Sachen ein:

Als ich einem Verlag, bei dem ich mich zu Beginn informierte, sagte: „Dann könnte ich mir ja auf lange Sicht gesehen eine Rente erschreiben“, meinte dieser, dass er mir ja nicht meine Naivität nehmen will, aber auf dem Buchmarkt sähe es anders aus, als ich gerade glaube. Ich solle lieber kleiner stapeln, dann könnte ich nur überrascht werden. Aber das war nicht mein Ding. Ich konnte schon immer groß träumen. Und das wollte ich auch! Den Träumer in mir lass ich mir niemals nie nehmen, egal welche absurden Visionen er hat.

Als ich auf meinem Cover nur ein Titel ohne Untertitel brachte, sagten viele „Dann weiß man ja aber auf Anhieb gar nicht, was drin steckt. Das würde ich anders machen.“, aber mir gefiel es eben so besser. Außerdem konnte jeder den Klappentext lesen und die Titelbilder, die Ulrike Hirsch gemalt hatte, sprachen für sich. So war ich mir sicher: Das passt so!

Als die ersten mit einem Stern rezensierten, kritisierten sie, was ich für einen einfachen Müll auf Schulklassenniveau schreibe. Ich dachte irgendwann: Im Grunde genommen ist es doch ein Kompliment – dann versteht es wenigstens jeder. Und so machte ich weiterhin das, was ich gut konnte: Schwere Themen leicht verpacken.

Zu Beginn sagten einige: „Für ein kleines Geschichtenbüchlein 9,90 €? Das kauft kein Mensch! Ich würde den Preis weiter unten ansetzen“, aber ich glaubte daran, dass der Inhalt wertgeschätzt wird, auch wenn es evtl. länger dauert, bis es sich verbreitet.

Als ich meinem Papa sagte, dass ich ein Buch geschrieben habe, meinte er: „Das einzige, was ich von einem Kollegen weiß, dass es schwer ist, im Buchmarkt Fuß zu fassen“, und ich entgegnete ihm, dass er diesen Glaubenssatz gerne für sich behalten könne. Ich würde daran glauben, dass es leicht ist. Er wünschte mir viel Erfolg.

Was ich damit sagen möchte?

Schon beim allerersten Buch war ich mir sicher, dass es gut ist. Für mich gut. Das erste Mal in meinem Leben brauchte ich bei niemandem eine Meinung einholen. Ich war glücklich, dass ich etwas erschaffen hatte, was direkt aus der Mitte meines Herzens kam. Und ich wusste, es wird die Herzen erreichen, die es erreichen soll. Noch nie zuvor konnte ich so sehr vertrauen. Ich habe den Glauben an mich nie verloren, egal was andere sagten. Mein Träumer war ständig präsent und der Realisierer in mir konnte eifrig ans Werk gehen. Ich war die Person, die immer hinter mir stand, auch wenn mich ab und zu mal Zweifel überkamen. Aber so tief im Innersten glaubte ich. Und wenn mich heute einer fragt, was ich selbst denke, wo mein Erfolg herkommt, so antworte ich:

„Es war der Glaube an mich selbst!“

Herzensgrüße
Kerstin
www.Autorin-mit-Herz.de

One thought on “„Wo kommt der Erfolg deiner Büchern her?“

  1. Liebe Kerstin,

    wie recht du hast. Ich glaubte lange Jahre nur an die Worte der „Anderen“ und natürlich ging alles schief, was ich angefangen hatte. Inzwischen ist mein Motto „Geht nicht, gibt´s nicht“ und ich glaube an MICH. Und wer weiß, demnächst produziere ich vielleicht auch etwas, was mir gefällt und aus meinem Herzen entsprungen ist und die Menschen erreicht, die damit etwas anfangen können. Herzlichen Dank für deine aufbauenden Zeilen. Bleibe weiter bei dir und erschaffe was dir gefällt.
    Lichtvolle Grüße
    Monika
    (www.waleunddelfine.de)

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